Förderpreis

Den Förderpreis vergibt die Kulturstiftung der Öffentlichen Verischerungen Oldenburg seit 2003 jährlich an junge Künstler bis 35 Jahre, jedes Jahr wechselnd in den Sparten Fotografie, Marerei sowie Skulptur und Installation. Weitere Bedingung für die Bewerbung ist, dass sie entweder in
Nordwest-Niedersachsen (ehemaliges Land Oldenburg) geboren wurden oder dort arbeiten. Eine unabhängige Fachjury entscheidet dann über die Vergabe des Preises( Einzelausstellung i n Oldenburg, Preisgeld, Dokumentation)

Förderpreis

 

Preisträger

2003:
Fotografie

Reinhard Kühl
*1967 in Lorrach

Reinhard Kühl überzeugte die Jury des Förderpreis Fotografie 2003 der Kulturstiftung der Öffentlichen Versicherungen Oldenburg mit inszenierten Bildern, die er in der einfachen Technik der Lochfotografie anfertigt: Er arrangiert Alltagsszenen aus den 40er, 50er oder 60er Jahren mit winzigen Spielzeugfigürchen aus Plastik als Statisten.

 

2004:
Malerei

Michael Ramsauer
*1970 in Oldenburg

Er überzeugte mit expressiven Arbeiten, in denen er die menschliche Figur aus kompakten Farbstrukturen herausarbeitet. Ramsauer wurde in Oldenburg geboren und studierte Malerei und freie Kunst bei Professor Jürgen Waller an der Hochschule für Künste Bremen.

 

2005:
Skulptur und Installation

Michael Beutler
*1976 in Oldenburg

Gemessen an der Tradition der dreidimensionalen Bildenden Künste, der Platik und Skulptur, arbeitet Michael Beutler mit ungewöhnlichen Werkstoffen und die Liste der Materialien mutet eher wie die eines Heimwerkers an als wie die eines klassischen Künstlers; Bronze oder Marmor kommen darin etwa nicht vor. Michael Beutler konzipiert seine Werke stets für den Ort, an dem sie stehen und entstehen.

 

2006:
Fotografie

Matthias Langer
*1970 in Varel

Matthias Langer (Varel/Braunschweig).überzeugte die Jury des Förderpreises 2006 mit fotografischen Arbeiten, bei denen durch extrem lange Belichtungszeiten oder Überlagerungen von Aufnahmen Verwischungen entstehen, die den Zeitverlauf dokumentieren und durch das scheinbar Schemenhafte nach dem Wesentlichen suchen.

 

2007:
Malerei

Myriam Quiel
*1974 in Oldenburg

Die Künstlerin erschafft in ihrer Malerei eine Welt zwischen Realität und Fiktion, Melancholie und Horror. Bis ins Detail durchgearbeitet führt uns die Künstlerin eine Dingwelt vor Augen, deren Bestandteil und bekannt sind: Wir sehen Spielzeug, technisches Gerät, Möbel und Dinge des Alltags. Doch ist die vermeintlich harmlose Kinderzimmeratmosphäre der Gemälde trügerisch...

 

2008:
Skulptur und Installation

Charlotte Mumm
*1980 in Georgsmarienhütte

Sie überzeugte die Jury durch ihr „abenteuerliches und vielseitiges Umgehen mit Materialien, deren sinnliche Qualitäten in ihren skulpturalen Ideen eine große Rolle spielen". Ihre Skulpturen, gebaut aus Stoffen wie Bauschaum, Silikon, Flüssigkunststoff, Draht, Metall und Bitumen, bleiben bei der erkennbaren Form, bisweilen scheint sie sogar zu klassischen Formen zurückzukehren.

 

2009:
Fotografie

Knut Sennekamp
*1980 in Delmenhorst

Der Preisträger des Förderpreises 2009 fiel der Jury mit einer künstlerischen Handschrift auf , die alltägliche Dingen mit Bedeutungen auflädt und sie damit überhöht. Er reflektiere auf interessante Weise, so waren sich die Experten einig, die Tradition des magischen Realismus in der Fotografie.

 

2010:
Malerei

Jochen Mühlenbrink
*1980 in Freiburg/Breisgau 

Der Meisterschüler von Markus Lüpertz überzeugte die Jury mit einer „formal und inhaltlich hervorragenden Malerei, die durch eine sensible Licht-Dramaturgie gekennzeichnet ist und durch eine eindrucksvolle Art, auf die aktuelle Rolle von Film, Video und digitale Medien zu reagieren.“ Seine Bilder irritieren durch rätselhafte bis surreale Aspekte und demonstrieren eine subtile Handhabung des Materials Farbe.

 

2011:
Skulptur und Installation

Walter Zurborg
*1980 in Vechta

Unter jenen mit Klang im Raum arbeitenden Künstlern bieten die Arbeiten von Walter Zurborg eine beachtliche materielle Vielfalt auf, verbunden mit poetischem Tiefsinn und Witz. Zurborgs Arbeiten erzählen Geschichten, die Bilder und Techniken aus den Bereichen Kinetik, Arte Povera und Fluxus streifen. Der junge Künstler hat bereits eine eigene Bild- und Klangsprache entwickelt, die ihm im Feld der Gattung Klangkunst-Skulptur unverkennbar macht. Visuell erinnern Zurborgs plastische Objekte an die Ideenwelt gigantischer Skulpturen des 1940 geborenen Belgiers Panamarenko.

 

2012:
Fotografie

Florian Wenzel
*1987 in Oldenburg

Florian Wenzel hat sich in Piet Mondrian seinen Lehrer gesucht. Das Universelle Mondrians funktioniert und wirkt in einem breiten Spektrum und über die zeit hinaus. Florian Enzel überträgt die Mechanismen der Abstraktion, die der holländische Maler Piet Mondrian für seine Bilder genutzt hat auf das Medium Fotografie. Dabei dient ihm die Blume als symbolischer Bedeutungsträger und fotografischer Untersuchungsgegenstand für seine künstlerische Arbeit.

 

2013:
Malerei

Jan Pleitner
*1984 in Oldenburg

Seine außergewöhnlichen Landschaftserfahrungen des Nordens – der Künstler erlebte seine Kindheit zwischen Oldenburg und Borkum – haben ihn geprägt: die reißbrettartige Weite mit dem so ungewöhnlichen Licht, hohe kräftige Wellen und ein starker böiger Wind, damit immer verbunden Unberechenbarkeit und Freiheit.

2014:

Skulptur und Instalaltion

Katja Aufleger

*1983 in Oldenburg

Die gebürtige Oldenburgerin, die ihren Master-Abschluss an der Hochschule für Bildende Künste Hamburg im Bereich Bildhauerei absolvierte, überzeugte nicht nur durch die Komplexität ihrer künstlerischen Arbeit, sondern vor allem durch die konzeptuelle Qualität der Arbeitsweise und die Konsequenz der ästhetischen Durchführung. Dem oft ernsthaften Charakter ihrer Bilder, Objekte und Installationen wirkt sie bewusst mit feingesetztem Humor entgegen.

2015:
Fotografie

Geeske Janßen
*1986 in Varel

Geeske Janßen hat 2012 ihren Bachelor-Abschluss an der HBK in Braunschweig erfolgreich absolviert, an der Polytechnischen Universität Valencia, Bellas Artes und seit 2012 an der Hochschule für Buchkunst in Leipzig studiert. Sie befasst sich u.a. bei dem Themaa "Bauernhof" mit dem Wandel in der (oldenburgischen) Landwirtschaft.

2016:
Malerei

Marc von der Hocht
*1980 in Wilhelmshaven

Der Meisterschüler bei Robert Lucander, Universität der Künste Berlin, überzeugte durch seine fabrigen Kompositionen. DAs Aneinanderlegen verschiedener, sich überkreuzender Flächen in seinen Kompositionen gibt dabei weniger den konstruierten Raum preis, vielmehr formen sie dabei eine sensotorische Beschäftigung der untereinander verbundenen malerischen Abschnitte. Nach den Gestaltungsmaxime "from follows function" wurden vom Künstler praktische Formen bevorzugt eingesetzt.

2017:
Skulptur und Installation

Gerrit Frohne-Brinkmann
*1990 in Friesoythe

Der gebürtige Friesoyther studierte 2009 bis 2015 an der Hochschule für bildende Künste in Hamburg. Eine Reihe von Projekten im In- und Ausland haben ihm bereits große Anerkennung gebracht, Preise und Auszeichnungen würdigen seine bisherige Arbeit.

2018:
Malerei

Aaron Rahe
*1986 in Georgsmarienhütte

Aaron Rahe studierte zunächst an der Carl von Ossietzky-Universität Oldenburg und machte 2008 den Bachelor auf Arts in "Kunst/Medien" und Philosophie. 2010 - 2012 folgte das Studium der Freien Kunst an der Muthesius Kunsthochschule in Kiel. Konsequent ging er seinen akademischen Weg weiter und wechselte in den Jahren 2012 - 2014 zum Studium der Freien Künste an die Universität der Künste in Berlin. In seine Arbeiten zeigen sich vielfältige Referenzen von Bad Painting eines Martin Kippenbergers bis hin zum Hard-Edge-Painting der New York School der 50er Jahre.

2019:
Fotografie

Anne-Christin Stroje
*1992 in Wilhelmshaven

Ihr akademischer Weg führte Anne-Christin Stroje nach dem Studium in Bielefeld an die Fakultät für Desgin an der Freien Universität Blozen (Italien). Konsequent schloss sie ihr Studium 2019 mit dem Bachelor of Arts an der Hochschule in Bielefeld ab. Stroje stellte ihre Bewerbung unter das Thema "Heimat", wobei sie sich in den eingereichten Arbeiten mit dem südspanischen Küstenort Orihuela Costa befasst. In den lettzen 20 bis 30 Jahren ist aus der ehemals brachen, fast wüstenähnlichen Landschaft eine künstliche erzeugte Ferienlandschaft entstanden.

2020:
Malerei

Katharina Albers
*1985 Vechta

Katharina Albers studierte seit 2017 Bildende Kunst an der Universität der Künste in Berlin und ist dort seit 2015 Meisterschülerin. Albers setzt sich künstlerisch mit Naturräumen auseinander. Für sie steht der Wald als Ort der Natur im Gegensatz zu allem kulturell Konstruiertem. Ihre Werke entstehen durch ein altes Druckverfahren, der Lithografie. Dabei malt sie nicht im klassischen Sinne mit Pinsel und Leinwand, sondern mit dem Stein. Die einzelnen Drucke sind immer Unikate und stehen auf diese Weise, gleich einer Malerei, individuell als autonomes Werk.

Kontakt

Kulturstiftung der Öffentlichen Versicherungen Oldenburg
Staugraben 11
26122 Oldenburg

Ansprechpartner/in
Jörg Heiduk

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