DAVID-Gewinner 2019, Kategorie: Geförderte Projekte

"Obdachlose zeigen Schülern ihr Berlin", Stiftung Berliner Sparkasse - von Bürgerinnen und Bürgern für Berlin

Foto: Stiftung Berliner Sparkasse - von Bürgerinnen und Bürgern für Berlin

Das Projekt in Kürze: Obdachlosigkeit macht Armut im öffentlichen Raum sichtbar. Die Stadtführungen von querstadtein e.V. schärfen die Sinne für diese andere Wahrnehmung Berlins: Menschen, die selbst einmal obdachlos waren, zeigen Schülerinnen und Schülern den Kiez, auf dessen Straßen sie einmal gelebt haben, und berichten von ihrem eigenen Schicksal.

So funktioniert es: Wie fühlt es sich an, ausgegrenzt oder einfach nur übersehen zu werden? Wie hält man sich nachts bei Minusgraden warm? Hat man noch Freunde? Solche und ähnliche Fragen stellen die Jugendlichen zwischen 10 und 15 Jahren, die an den Führungen teilnehmen. Menschen, die selbst einmal auf der Straße gelebt haben, leiten die Spaziergänge und erzählen aus erster Hand von ihrem Leben ohne Dach über dem Kopf. Schulklassen können kostenlos an diesen Touren durch eine Stadt teilnehmen, in der die Obdachlosigkeit immer weiter steigt. Die Stiftung hat die konzeptionellen Kosten sowie die Kosten für 45 Touren. Unter www.querstadtein.org können sich Schulklassen anmelden.

Das macht es besonders: Die authentischen Erfahrungsberichte führen zu einer nachhaltigen Auseinandersetzung mit dem Thema Obdachlosigkeit. Das Bewusstsein für Armut und Ausgrenzung wächst, Berührungsängste verringern sich, Vorurteile werden überdacht. Die Führungen bedeuten für die Schüler wirksame Prävention ohne erhobenen pädagogischen Zeigefinger, denn sie zeigen wie leicht es ist, in Obdachlosigkeit zu rutschen. Dieser in Deutschland einzigartige Ansatz bietet zudem den Stadtführern einen Zuverdienst.

 

 

 

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