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Kultur- und Umweltstiftung Leipziger Land

Bewahren, was uns ausmacht

Die 1999 von der Sparkasse Leipzig gegründete Kultur- und Umweltstiftung Leipziger Land (KUS) unterstützt Umweltprojekte und fördert die Bewahrung des kulturellen Reichtums im Alt-Kreis Leipziger Land. Das Grundmotiv der Stiftung lautet: "Bewahren, was uns ausmacht".

In den vergangenen Jahren hat die Kultur- und Umweltstiftung mehr als 190 Projekte und Initiativen unterstützt. So ermöglichte die KUS etwa die Sanierung der Orgel in der Stadtkirche Regis-Breitingen, förderte ein Schleiereulen-Projekt des NABU in Saasdorf, finanzierte den Aufbau eines digitalen Leipziger Verlagsmuseums oder unterstützte die Austragung der Schillerfestspiele in Kahnsdorf.

Anlässlich des 200. Jahrestages der Völkerschlacht förderte die KUS zahlreiche Projekte und Veranstaltungen von vielen Projektträgern. Unzählige Gemeinden, Vereine und Institutionen aus dem Südraum Leipzigs arbeiteten zum Teil mehrere Jahre intensiv und mit sehr viel Engagement daran, den 200. Jahrestag der Völkerschlacht angemessen zu würdigen: Mehrere Ausstellungen verwiesen auf die historische Dimension des Ereignisses. Entscheidende Schauplätze wurden aufwändig restauriert. Ein Gedenktreffen in Leipzig und Rötha, 1813 das Hauptquartier der gegen Napoleon verbündeten Heere, war einer der Höhepunkte der Feierlichkeiten im Oktober: Nachkommen der 1813 maßgeblich in die Geschehnisse involvierten Fürstenhäuser folgten der Einladung der KUS und des Fördervereins Rötha – Gestern. Heute. Morgen. e. V., um am historischen Ort gemeinsam der Gefallenen der Völkerschlacht zu gedenken. Das Treffen hielt die Erinnerung an das Jahr 1813 – jedoch ebenso an das Jahr 1913, den Vorabend des I. Weltkrieges – wach. Es gemahnte uns an die Zerbrechlichkeit des Friedens in Europa gerade auch in der heutigen Zeit europäischer Finanz-, Wirtschafts- und Identitätskrisen.

In historischem Bewusstsein und im Geiste eines gemeinsamen Hauses Europa halten Männer, Frauen und Kinder in Vereinen und Verbänden die Erinnerung an die große Schlacht der europäischen Völker in den Oktobertagen des Jahres 1813 bei Leipzig lebendig. Im Ansinnen, ihre verdienten Vertreterinnen und Vertreter zu ehren, stiftete die Kultur- und Umweltstiftung Leipziger Land 2015 den Kommandant-Prendel-Orden. Der Orden trägt den Namen des gebürtigen Österreichers Victor Anton Franz von Prendel, General der Kaiserlich Russischen Armee und Stadtkommandant über Leipzig in den Wochen und Monaten nach der Völkerschlacht. Ausgezeichnet mit dem Kommandant-Prendel-Orden können nur Personen werden, die sich in nationalen und internationalen Vereinen und Verbänden seit vielen Jahren kontinuierlich ehrenamtlich in der Region Leipzig engagieren, um die Erinnerung an die Ereignisse der Völkerschlacht bei Leipzig im Jahre 1813 wachzuhalten.

Ein digitales 3D-Modell des Schlosses Rötha auf der Internetseite der Stiftung (www.kultur-und-umweltstiftung.de) lenkt die Aufmerksamkeit auf ein weiteres wichtiges Erinnerungsprojekt: die "Freiherrlich von Friesen'sche Schloßbibliothek Rötha". Die Präsentation ist Teil einer Kooperationsvereinbarung zwischen der Kultur- und Umweltstiftung Leipziger Land, der Sächsischen Landesbibliothek - Staats- und Universitätsbibliothek Dresden (SLUB) sowie dem Landesamt für Denkmalpflege Sachsen. Diese sieht vor, dass die wohl noch existierenden etwa 4.000 Bände der einst über 10.000 Werke umfassenden Bibliothek aus dem Röthaer Schloss der Freiherren von Friesen, deren Bestand mit der Enteignung der Schlossherren 1945 und der Sprengung des Schlosses im Jahr 1969 in zahlreiche Teile zerlegt wurde, an einem Ort, vorläufig der SLUB, zusammengeführt werden. Die Eigentumsrechte an allen Bänden der ehemaligen Schlossbibliothek hatte Heinrich Freiherr von Friesen, der letzte noch lebende dieser bedeutenden sächsischen Adelsfamilie, der Stiftung bereits 2014 übertragen.

 

 

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Kultur- und Umweltstiftung Leipziger Land
Menckestraße 27
04155 Leipzig

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