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900 Jahre Kirchspiel Ohne; Grafschafter Sparkassestiftung spendet 4 900 Euro
 

 
   
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Für Herrmann Lansmann, den Vorsitzenden des Heimatverein Ohne e.V., ist es ein stolzer Moment. Rechtzeitig vor Eröffnung der 900 Jahrfeier in Ohne wurden in den vergangenen Tagen die nötigen Vorarbeiten zur Erstellung der Chronik „Ohne – Chronik des Kirchspiels im Laufe der Jahrhunderte“ abgeschlossen. Die Grafschafter Sparkassenstiftung stellt dem Heimatverein Ohne für die Dorfchronik eine Spende von 4 900 Euro zur Verfügung.

Ab April wird das detaillierte Werk im Buchhandel erhältlich sein. Das geplante Titelblatt und den Rohentwurf konnte Hans-Jürgen Grobelny von der Grafschafter Sparkassenstiftung bei der Spendenübergabe erstmals bewundern: „Seit annähernd 15 Jahren erfahre ich die Grafschafter Sparkassenstiftung als engagierte Förderin der Heimatpflege. Insbesondere unsere gelebte Traditionskultur, wie die plattdeutsche Sprache oder auch Dokumentationen der lokalen Historie, spielt dabei eine bedeutende Rolle.“, so Grobelny.
Die bekannte Geschichte des ältesten Grafschafter Dorfes beginnt in der frühen Eisenzeit und den aus dieser Epoche stammenden Haddorfer Gräberfeldern. Die erste urkundliche Erwähnung Ohnes stammt aus dem Jahr 1110. Die Quellen der Siedlungsgeschichte geben Auskunft über Samern und Ohne, über die Bestimmung der Gau-Grenzen, über Bistums- und Missionsgebiete und über die eigentliche Dorfbildung, einschließlich historischer Skizzen.
Auf über 500 Seiten beinhaltet die Ohner Chronik Begebenheiten aus dem wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Leben, wie z.B.
  • die Geschichte der Ohner Mühle mit ihren Müllern und Familien,
  • die Ohner Kirchschule,
  • die Gasthöfe und Schankwirtschaften,
  • die Traditionen „von der Wiege bis zur Bahre“,
  • Versicherungen auf Gegenseitigkeit, wie das „Kuh- und das Pferdebuch“ sowie
  • das Vereinsleben gestern und heute.
  • Die Auswirkungen der Reformation,
  • des 30-jährigen Krieges und
  • der große Brand im Jahr 1754 werden ebenso dargestellt wie
  • die Blütezeit des Dorfes bis zur Mitte des 18. Jahrhunderts, die erst mit dem Bau der Eisenbahn beendet wurde.
Ein so umfangreiches Werk braucht helfende Hände und findige Köpfe, die uneigennützig zum Gelingen beitragen. So wurden die Ergebnisse von Forschungen in den Archiven und auf den Höfen beigesteuert, ältere Mitbürger befragt, Zeitungsberichte und Bilddokumente ausgewertet. Konzipiert und zu einem Großteil erstellt, wurde das Buch von der erst kürzlich verstorbenen Karin-Elke Lansmann. Ein Autorenteam des Heimatvereins Ohne hat dieses nach ihrem Tod ergänzt und wird das Werk jetzt herausgegeben.
 
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