Saskia Wagner, Stiftung der Kreissparkasse Göppingen

DAVID 2016, Kategorie "Gefördertes Projekt"

Saskia Wagner, Stiftung der Kreissparkasse Göppingen (vorne, 1.v.r.), Foto: Peter Himsel

Frau Wagner, was hat Ihre Jugendstiftung dazu veranlasst, “Jobcoach“ für den DAVID einzureichen?
Uns gefällt „Jobcoach für Schülerinnen und Schüler mit Behinderung“ sehr gut und wir waren der Meinung, dass es dieses Projekt verdient, mit dieser Auszeichnung bedacht zu werden. Schön, dass es wirklich geklappt hat. Darüber hinaus ist das Konzept „Kleine Preise, große Wirkung“ wichtig. Kleine Projekte gehen leider zu oft unter. Die großen Projekte, von denen wir auch viele haben, gehen durch die Presse und bekommen Aufmerksamkeit, aber gerade die Kleinen, wie zum Beispiel eine Delfintherapie für Behinderte, werden zu wenig gesehen.

Wie war die Reaktion in Ihrer Sparkasse, als Sie mit dem DAVID nach Hause kamen?
Wir waren ehrlich gesagt überrascht, dass viele Mitarbeiter gar nicht wussten, was wir in unseren Stiftungen eigentlich fördern. Das ist uns durch die Verleihung des DAVID erst so richtig klar geworden. Wir informieren jetzt mehr über unsere Arbeit und haben beispielsweise eine Stiftungsveranstaltung für alle Mitarbeiter organisiert.

Kommunikation nach innen - warum halten Sie das für so wichtig?
Mitarbeiter sind ein Hebel. Sie stehen für das Unternehmen. Sie sprechen über das Unternehmen. Wenn sie wissen, was unsere Förderstiftungen tun, dann tragen sie ihr Wissen zu Kunden und in ihr privates Umfeld. Das ist ein kleiner, aber sehr wichtiger Teil unserer Kommunikation, den wir in Zukunft verstärkt nutzen wollen.

Und über diese interne Infokampagne hinaus - konnten Sie den Preis auch für Ihre weitere Kommunikation nutzen?
Durchaus. Das Projekt selbst erhielt durch die Auszeichnung mit dem DAVID Platz in der Berichterstattung des regionalen Fernsehens und in den Printmedien. Wir selbst haben auf unserer Homepage informiert und auf Kundenveranstaltungen davon berichtet, um zu zeigen, was unsere Sparkasse auf dem Gemeinwohlsektor leistet.

Ihr Projekt vermittelt Menschen mit Behinderung in den Arbeitsmarkt - Sie sind ja dann mit gutem Beispiel vorangegangen.
Ja, das stimmt. Wir haben einen jungen Mann, der auf den Rollstuhl angewiesen ist, nach seinem Praktikum eingestellt. Er arbeitet in unserer Poststelle und bringt die Post auf die Stockwerke. Für unser Haus ist er eine Bereicherung. Es ist herzerwärmend zu sehen, wie glücklich dieser junge Mensch ist, dass er in einem ganz „normalen“ Unternehmen arbeiten darf und wie sehr er uns mit seiner Lebensfreude ansteckt. Diese Integration würde jedem Unternehmen guttun.