Insa Heinemann, Die Braunschweigische Stiftung

DAVID 2016, Kategorie "Operatives Projekt"

Insa Heinemann, Die Braunschweigische Stiftung (vorne, 1. v.l.), Foto: Peter Himsel

„Kleine Projekte, große Wirkung“ – wie schaffen kleine Projekte das?
Ich denke, dass man für die Umsetzung kleiner Projekte – gerade, wenn sie eine ungewöhnliche Idee verfolgen – mehr Mut braucht. Es einfach mal ausprobieren und sehen, ob es funktioniert! In unserem Fall wusste niemand, wie „Stadtfinder“ von den Menschen angenommen werden würde. Aber der DAVID hat gezeigt, dass es sich lohnt, auch an den etwas verrückteren Ideen festzuhalten, selbst wenn es mehr Arbeit ist.

Der Mut hat sich gelohnt, das Projekt ist ein großer Erfolg. Wie geht es weiter?
Nach der DAVID-Preisverleihung und der damit einhergehenden Würdigung auch durch die Öffentlichkeit hat unser Vorstand entschieden, das Projekt die nächsten fünf Jahre weiter durchzuführen und auch mit Budget auszustatten.

Die Jury hat „Stadtfinder“ auch für seine gute Übertragbarkeit auf andere Regionen ausgezeichnet.
Ja, das Projekt ist wirklich eins zu eins übertragbar. Jede Region hat ihre Schätze, die man mit einbeziehen kann. Wir hatten daher auch viele Anrufe aus anderen Städten, die Interesse hatten und nachgefragt haben, wie sie so etwas auch bei sich in der Region umsetzen könnten.

Was gefällt Ihnen an der Organisation des DAVID besonders gut?
Ich fand es sehr interessant zu sehen, wie die Jury die Projekte einschätzt und wie die Sichtweise der anderen Jurymitglieder ist. Ich hoffe, dass das so beibehalten wird, dass die Gewinner des Vorjahres dabei sein und ihren Input geben können. Es wird viel diskutiert und mir gefällt, dass die Gruppe heterogen ist und sehr unterschiedliche Bereiche repräsentiert.

Haben Sie schon in den Vorjahren am Wettbewerb teilgenommen?
Ja, aber es war das erste Mal, dass wir uns mit einem operativen Projekt beworben haben. Es ist ein Ansporn und eine Motivation, wenn man in die Kriterien für kleine Projekte hineinpasst und zeigt, was man mit einem Budget von unter 25.000 Euro bewirken kann. Wir hatten durch den Preis einen guten Aufhänger, um das Projekt auch überregional bekannt zu machen. Unsere Kommunikation hat durch die Auszeichnung noch mal einen anderen Schwung bekommen: Wir konnten klarer den Zusammenhang zwischen dem Projekt, das für uns immer ganz klar im Vordergrund stand, und der Braunschweigischen Stiftung herstellen. Hinzu kam, dass die „Stadtfinder“ ihr Facebookprofil sehr stark genutzt und das Projekt noch mal präsenter gemacht haben. Aber auch für die Nominierung zum Deutschen Engagementpreis war der DAVID ein tolles Signal.